Weltladen Betzdorf


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Aktion Schutzengel


Gegen den Missbrauch von Kindern startete der Weltladen vor über 20 Jahren die Aktion Schutzengel in Betzdorf.
Nach über 20 Jahren werden immer noch rund 100 000 Minderjährige auf den Philippinen pro Jahr als Sexarbeiter*innen beschäftigt. Das Team des Weltladens Betzdorf ruft deshalb dazu auf, durch den Kauf von Mangoprodukten der Aktion Schutzengel die Organisation Preda zu unterstützen. Preda hat sich zum Ziel gesetzt, der sexuellen Ausbeutung von Minderjährigen entgegen zu wirken.


Ramona und Hermann Hesse vom Betzdorfer Weltladen präsentieren
fair gehandelte Mangoprodukte der Aktion "Schutzengel".


Die Kinder von armen Familien auf dem Land werden von Menschenhändlern für ein geringes Entgelt angeworben mit dem Versprechen, sie zu beschäftigen. Außerdem haben viele Familien, die als Tagelöhner arbeiten mit den weltweiten Lockdowns von einem Tag auf den anderen ihr Einkommen verloren. Sie können nicht auf soziale Sicherung wie Arbeitslosengeld oder auf Nahrungsmittelhilfe zählen und sehen daher oft keinen anderen Ausweg, als auf das „Angebot“ der Menschenhändler einzugehen.

Menschenrechtler aus den Philippinen berichten, dass die Zahl der Kinder, die sich vor der Webcam prostituieren, um etwas Geld für ihre Familie zu erwirtschaften, anwächst. Dazu „passt“, dass laut Europol die Nachfrage nach Kinderpornographie im Netz mit dem Beginn der Lockdowns ebenfalls enorm angestiegen ist. Die Philippinen haben sich dabei zum neuen Hotspot für die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Internet entwickelt. Eine Studie der International Justice Mission zeigte, dass sich seit 2017 dort die Vergehen innerhalb von drei Jahren verdreifacht haben. Die Betroffenen sind im Durchschnitt elf Jahre alt. Der Missbrauch findet oft mehrere Jahre lang statt.

Die international aktive
Kinder- und Menschenrechtsorganisation Preda wurde von Pater Shay Cullen 1974 gegründet. Die Stiftung hat ihren Sitz am Rand der Hafenstadt Olongapo auf der philippinischen Hautpinsel Luzon und ist bis heute eine wichtige Anlaufstelle und ein Therapiezentrum für sexuell missbrauchte Kinder und Jugendliche. Seit 1974 bietet die Preda-Stiftung Straßenkindern und Missbrauchsopfern Schutz. Preda setzt auf ein breites Maßnahmenkonzept im Kampf gegen Kinderprostitution und Missbrauch: unter anderem mit einem Girls' Home für 90 Mädchen und einem Boys' Home für 60 Jungen. In diesen Kinderschutzzentren wird wertvolle Therapiearbeit geleistet. Aber auch die Jugendsozialarbeit kommt nicht zu kurz. Zudem wird die juristische Verfolgung von Missbrauchstätern in die Wege geleitet. Inzwischen konnten durch Preda auch ehemalige Kinderprostituierte zur Sozialarbeiterin ausgebildet werden. Sie holen junge Mädchen aus den Bars, um sie im Therapiezentrum von Preda von ihren Traumata zu heilen.

Der
Kauf von Mangoprodukten der Aktion Schutzengel im Weltladen hilft Preda doppelt. Das Fair -Trade-Mango-Projekt verschafft über 500 Kleinbauernfamilien existenzsichernde Einkommen und zusätzliche Arbeitsplätze in der Verarbeitung. 10% des Verkaufspreises unserer Mango-Produkte verbleiben bei Preda. Damit fördern wir den Ausbau der Therapie-Arbeit und stärken die Kinderrechte vor Ort.

Mit den existenzsichernden Einkommen für Kleinbauern und zusätzliche Arbeitsplätze, ist der Lebensunterhalt von über 500 Familien gesichert. Dies schafft die Voraussetzung für ein behütetes und sicheres Zuhause für die Kinder. Mit dem Erlös eines großen Mangobaumes können z.B. die kompletten Schulkosten für zwei Kinder für ein Jahr gedeckt werden.





Ein
Video zu Preda finden Sie hier.





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